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#253464: grosseshogwarts.forumieren.com

Lily Evans große Liebe

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Lily Evans große Liebe

Beitrag  Lily-7-Evans am Sa 05 Apr 2014, 20:37

Hier kommt eine FanFiktion von mir! Ich hoffe sie gefällt euch!

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"Hey, Evans! Wart mal kurz! Lily."

Nicht schon wieder! Ich drehte mich um und sah, wie zu erwarten, Potter dastehen.

"Wie oft soll ich es dir noch sagen? Ich will nicht mit dir gehen, also hör' auf mich zu nerven und geh' einfach!"

Mit diesen Worten nahm ich den Arm meiner besten Freundin Marianne, kurz auch nur Mary, und ging mit ihr im Strom der Menschen zu unserer nächsten Stunde Zauberkunst.

"Warum sagts du ihm immer ab?", fragte Mary mich. "Ich wäre so froh, wenn James mich fragen würde! Ich meine bei keinem anderen Mädchen in der Schule geht er so hinterher wie dir. Er muss dich wirklich sehr, sehr, SEHR, mögen, wenn er dich 5 Jahre lang fragt!"

"Ich weiß nicht ... ich mag ihn halt nicht. Außerdem ärgert er Severus immer."

"Mit dem scheinst du dich in letzter Zeit ja auch nicht so zu verstehen", sagte Mary und schaute mich wissend an.

"Ach, halt doch die Klappe!"

Natürlich hatte sie recht! Seit dem Sev mich Schlammblut genannt hatte, war irgendetwas zwischen uns zerbrochen.



Beim Abendessen in der großen Halle, setzte Potter sich extra in unsere Nähe, so wie er es immer tat. Mir ging das auf die Nerven. Mary dagegen schien es zu gefallen. Wenn James sich in unsere Nähe setzte, dann waren auch die restlichen Rumtreiber da. James Potter, Sirius Black, Remus Lupin und Peter Pettigrew nannten sich die Rumtreiber und waren eine sehr beliebte Gruppe in der Schule. James und Sirius gehörten zu den Klassenschwarms unserer Schule, weil sie so gut aussahen und auch recht schlau in der Schule waren. Wenn auch nicht gerade bei Potter in Zaubertränke. Zu meinem Leidwesen war ich die beste in Zaubertränke und Professor Slughorn setzte dann immer Potter neben mich, damit ich ihm helfen konnte. Das schien Potter zu gefallen und versuchte gar nicht erst besser zu werden.

Mary aber hatte nichts gegen die Rumtreiber, besonders nicht gegen Sirius.

Peter Pettigrew schien eigentlich nur zu der Gruppe zu gehören, weil er Potter und Black sehr anhimmelte und sich nur zu ihnen gesellte, weil sie beliebt waren. So versuchte er etwas von ihrem Ruhm abzubekommen. Remus dagegen mochte ich am meisten. Er war ruhig und ausgeglichen und war nicht so oft in Streichen verwickelt. Er sah oft etwas kränklich aus. Meistens saß er da und las ein Buch. Er war auch Vertrauensschüler genauso wie ich. Ich glaube, dass Dumbledore ihn extra zum Vertrauensschüler ernannt hatte, damit er Sirius und James etwas in den Griff bekam. Dabei scheiterte er aber grundlos. Remus hatte ich am liebsten von den vieren.



Nach dem Essen gingen Mary und ich in den Gemeinschaftsraum um noch zu lernen. Dieses Jahr würden wir unsere UTZ'e machen und würde sehr viel hartes Lernen bedeuten.

Als ich spät abends in meinem Bett lag und nicht einschlafen konnte, überlegte ich noch mal darüber nach, was Mary beim Abendessen gesagt hatte. Es stimmte schon, Potter fragte mich nun wirklich schon 5 Jahre lang andauernd, ob ich mit ihm gehen wollte. Viele fragten sich bestimmte, warum ich immer und immer wieder nein sagte. Aber mich hatte es nicht gestört. Ich war mit Severus befreundet und mir war das gerede egal. Doch jetzt war ich nicht mal mehr mit Sev befreundet.



Am nächsten Tag, hatte ich Kopfschmerzen und war müde, weil ich so wenig geschlafen hatte.

"Morgen, Evans", ertönte Potters Stimme von hinten. Wie jeden Morgen zog ich scharf die Luft ein, wenn er mich begrüßte, doch er war schon aus dem Gemeinschaftsraum draußen, bevor ich anfangen konnte ihn anzuschreien.

Mich nervte das einfach nur, aber irgenwie war es dieses Jahr anders. Potter machte immer noch die gleichen, dummen Sachen, die er schon immer gemacht hatte, doch irgendwie hatte ich keine Lust mehr ihn anzuschreien. Wenn er sich in der großen Halle extra in meine Nähe setzte oder mich jeden Tag begrüßte, wenn er bei jeder Gelegenheit versuchte mich zu fragen, ob ich mit ihm gehen wollte, dann versuchte ich ihn eher zu ignorieren. Und wenn ich ihn hart anfuhr, dann hatte ich danach ein leicht schlechtes Gewissen. Wie konnte das sein? Ich verabscheute ihn doch! Er war nur ein arrogantes Schwein, wie immer. Vielleicht hatte es auch etwas damit zu tun, dass ich mich mir Severus verstritten hatte. James verhexte nicht mehr so viele Leute direkt vor meiner Nase, wahrscheinlich, weil Sirius ihm den Rat gegeben hatte, das mich das nicht beeindruckte. Mit Severus war das immer noch eine Ausnahme, aber inzwischen war es mir egal, was er mit ihm machte. Ich würde mich nun nicht mehr für ihn einsetzen.



Ich starrte Potter nach, wie er durch das Portraitloch verschwand. Ich war so in Gedanken versunken, dass ich gar nicht bemerkte, dass Mary neben wir stand.

"Er muss dich wirklich lieben, oder?", fragte sie.

"Ich...was?"

"Keiner würde sich sonst die Mühe machen, und dich jeden Tag begrüßen und dich jede freie Minute fragen, ob du mit ihm gehen willst. Jedenfalls keiner, der einen immer anschreit und ganz offensichtlich hasst!"

"Mhm ... weiß nicht.", war das einzige, was ich darauf antworten konnte.

Konnte es wahr sein? War er wirklich in mich verliebt? Ich war ein ganz normales Mädchen und in Hogwarts gab es noch viel schönere als mich. Aber warum sollte er es sonst tun. Und warum war ich nicht mehr so aggressiv ihm gegenüber?

Mary und ich liefen den Weg zur großen Halle runter. Potter stand noch mit seinen Freunden in der Eingangshalle. Ich schaute zu James Potter. Irgendwie war er dieses Jahr noch nicht sooo übertrieben arrogant gewesen. War er älter und weiser geworden? Oder lag es einfach nur daran, dass Black alles besser durchschaute und James sagte was er lieber lassen sollte?

Wenn ich so nachdachte, fand ich Potter gar nicht mal so schlimm. Und hässlich war er auch nicht.

"Wo schaust du hin?", fragte mich Mary und folgte meinen Augen. "Warum schaust du zu James? Sonst ignorierst du ihn doch einfach und jetzt schaust du ihn sogar freiwillig an. Wow, du machst Fortschritte".

"Oh, sei doch einfach nur leise. Du weißt das ich nichts an ihm finde!"

"Wirklich?", sagte sie nur noch und ging in die große Halle.

Ich bliebe stehen und starrte ihr hinterher. Was meinte sie damit? Sie konnte doch wohl nie und nimmer glauben, dass ich in Potter verliebt sein könnte, oder? Hatte sie vielleicht sogar recht? Vielleicht hatte sich nicht Potter verändert, sondern ich hatte mich verändert, seitdem ich nicht mehr mit Sev rumhing. Konnte es also wirklich so sein? Konnte es stimmen, dass ich mich verliebt hatte, in den Jungen, den ich immer gehasst hatte?

Diese Frage ließ mich den ganzen Tag nicht mehr los und nachst im Bett konnte ich nicht einschlafen. Als ich 3 Uhr morgens immer noch keine Ruhe finden konnte, ging ich runter in den Gemeinschaftsraum.

Ein paar Glutbrocken lagen noch im Kamin, ansonsten war es dunkel. Ich setzte mich in einen Sessel, in einer Ecke und starrte vor mich hin. Nach und nach döste ich ein, bis ein lautes Geräusch mich aufschrecken ließ. Es konnte noch nicht viel später sein, höchstens eine halbe Stunde oder so. Ein helles Licht blendete mich. Ich blinzelte und sah das drei Leute in den Gemeinschaftsraum gingen. das Portraitloch wurde wieder zugemacht und ich konnte erkennen wer es war: James Potter gefolgt von Sirius Black und Peter Pettigrew. Was sie so spät draußen gemacht hatten, war mir ein Räsel.

Sie hatte mich noch nicht gesehen. Ich war gut verborgen im Schatten der Ecke. Pettigrew verabschiedete sich von den anderen und ging in den Schlafsaal. James und Sirius setztes sich auf das Sofa. Ich fragte mich wo Remus Lupin war.

Ich überlegte, ob ich mich zeigen und wieder hoch in den Schlafsaal gehen sollte, als Sirius anfing zu reden.

"Willst du jetzt eigentlich demnächst den Brief abschicken?"

"Jah, ich denk schon. Lange halte ich es einfach nicht mehr aus. Ihr sollte mal klar werden, dass ich sie wirklich liebe. Sie soll nicht mehr weggehen, wenn ich mit ihr reden will.

Nachts kann ich nicht mehr schlafen, weil ich an sie denken muss. Ihr wunderschönes rotes Haar, wie es sich im Wind bewegt, oder ihre stechenden grünen Augen. Wenn sie lacht, werde ich automatisch fröhlicher. "

Er seufzte und rieb sich sein Gesicht.

"Nur Mut, man, irgendwann wirst du es noch schaffen. Guck mal, es macht doch sogar fortschritte. Sie hat dich heute früh nicht beschimpft. Und ich hab' das Gefühl, dass sie in letzter Zeit immer Gewissensbisse hat, wenn sie dich so hart abweist. Das schaffst du schon, Alter", sagte Sirius und verabschiedete sich und ging hoch in den Schlafsaal. James starrte noch etwas vor sich und ging kurze Zeit später auch hoch.

Ich erhob mich, als er verschwunden war und ging langsam auch hoch. Es war ganz klar die Rede von mir gewesen. Also liebte er mich wirklich! War Sirius das wirklich aufgefallen, oder wollte er nur seinen Freund aufmuntern? Ich legte mich ins Bett. Bald würde ich also einen Brief von ihm bekommen. Stand da dann etwa ein Liebesgeständnis drin, oder wie. Und wie sollte ich reagieren? Einfach den Brief zerreißen und so tun, als ob es ihn nie gegeben hätte? Oder sollte ich ihm zusagen? War ich denn in ihn verliebt? Ich wusste es nicht und ich wusste auch nicht, wie ich das herausfinden konnte.



Am nächsten Morgan war Mittwoch und ich versuchte mich, möglichst mit lernen abzulenken. Das erwies sich als sehr schwer, besonders immer wenn ich James sah. Er benahm sich wie immer, versuchte am Tag mich öfters wieder zu fragen und ich erwiderte es genauso, wie in den vergangenen Wochen auch. So wie er jetzt war, käme man nie auf den Gedanken, dass er etwas feinfühliges sagen könnte. Oder überhaupt, dass ihm die Sachen auffiehlen, die er vergangene Nacht über mich genannt hatte.

Wirklich gespannt war ich ja auf den Brief, doch ich wusste nicht, wann ich ihn erwarten sollte.



Am Donnerstag übten Mary und ich in der Bibliothek. Langsam wurde es November und im Schloss wurde es kalt. Im Gemeinschaftsraum und in der Bibliothek, war es noch am wärmsten, also saß der Großteil der Schule in der Bibliothek, was es schwieriger machte zu lernen.

Als Mary und mir es zu laut wurde, beschlossen wir in den Gryffindor Gemeinschaftsraum zu gehen.

Wir gingen gerade um eine Kurve, als jemand um die Ecke kam. Ich konnte gerade noch ausweichem, doch Mary erwischte es voll. Auf einmal lag sie am Boden, Sirius lag auf ihr. Das Bild was sich mir bot, war so lustig, dass ich erstmal losprusten musste. Sirius rappelte sich wieder auf und half auch Mary hoch. Er grinste. Mary war ganz rot im Gesicht und ich hörte auf zu lachen, um sie nicht in eine noch peinlichere Lage zu bringen.

"Sorry, hab' dich nicht gesehen!", sagte er.

"Ja ja, geht schon. Wir haben dich ja auch nicht kommen sehen!"

Wir warteten bis er um die Ecke verschwunden waren und blickten uns dann an.

"Absicht oder Aufersehen?", fragte sie mich.

"Keine Ahnung, aber Absicht könnte es auch sein. Warum sollte er dich nicht mögen? Du bist nicht hässlich oder dumm."

"Ach, hör' auf. Das glaubst du doch ernsthaft selber nicht, oder?"

"Naja ...", war meine einzige Antwort.

Mary boxte mich in die Seite.

"Aua!"

"Das musste sein, tut mir leid."



Freitag direkt in den ersten beiden Stunden, hatten wie Zaubertränke. Wie zu erwarten, setzte Professor Sluhorn James neben mich.

Davor hatte ich am meisten Angst gehabt. Direkt neben ihm zu sitzen war einfach unerträglich.

Nachdem ich die benötigten Zutaten geholt hatte, begann er schon zu reden.

"Wie ich hörte, hatte Sirius gestern einen kleinen Zusammenstoß mir Mary."

"Ja, das stimmt", anwortete ich.

Ich staunte über mich selber. Sonst begann ich spätestens jetzt ihn zu ignorieren oder höchstens knappe Anweisungen zu geben. Aber nein, ich antwortete ihm sogar. Auch James schien überrascht. Auch viel mir auf, dass ich ihn in Gedanken nicht mehr Potter, sondern James nannte. Irgendetwas war komisch. Ich reagierte ganz ungewohnt.

James sagte nun nichts mehr, aber ich konnte spüren, dass er fröhlicher wurde. Wenn der wüsste, dass ich ihn vorgestern belauscht hatte...



Am Samstag schlief ich mich erst mal aus. In den letzen Nächten, hatte ich nicht sonderlich viel Schlaf bekommen. Ich konnte manchmal eine richtige Langschläferin werden. Dann wurde das Mittagessen für mich zum Frühstück. Doch diesen Samstag konnte ich nicht so lange schlafen wie erhofft. Schon kurz vor zehn Uhr, weckte Mary mich.

"Was is'n los?" murmelte ich  verschlafen und blinzelte gegen das helle Sonnenlicht Mary an.
Sie schien, wegen irgendwetwas ganz aus dem Häuschen.

"Es tut mir ja so leid, ich war einfach neugierig. Ich weiß, ich hätte den Brief nicht öffnen sollen, aber du kennst mich ja..." Ich konnte ihr überhaupt nicht folgen.

"Hä? Kannst du dich bitte mal deutlich ausdrücken?"

Sie erzählte, dass sie eben unten beim Frühstück gewesen war und dann eine Eule kam. Eigentlich sei er für mich gewesen, als sie sah, dass er von James kam. Da konnte sie es nicht mehr aushalten und öffnete den Brief.

Jetzt reichte sie mir einen Brief und ich las ihn durch:



Liebe Lily!



Fallst du mich hasst und nichts mehr mit mir zutun haben willst, dann höre jetzt sofort auf zu lesen!


Ich las natürlich weiter:



Warum schreist du mich immer an? Hasst du mich? Was mache ich falsch? Bitte, sag es mir! Ich will dich, nur dich, denn

Ich liebe dich!!

Ich würde gerne mit dir reden. Komme dafür bitte in den Raum im 7. Stock gegenüber dem Gemälde von Barnabas dem Bekloppten. Womöglich kennst du den Raum nicht. Doch ich verspreche, dass Samstag um 20:00 Uhr da eine Tür sein wird. Nur für dich! Ich werde bis Mitternacht dort auf die warten.

Wenn du absolut kein Interesse an mir hast, dann verbrenne diesen Brief und denke nie wieder daran. Ich werde auch aufhören dich zu nerven!



In Liebe,

James


Ich musste den Brief noch mal lesen. Das war dann also der Brief.

Mary sah mich neugierig an. Ich schloss die Augen und legte mich wieder in mein Bett.

"Also hat er es getan."

"Was hat er getan? Wusstest du schon davon? Lily?", fragte Mary.

Ich hatte nicht bemerkt, dass ich laut gesprochen hatte. Also musste ich es ihr wohl oder übel erzählen. Ich erzählte ihr von dem Gespräch zwischen James und Sirius, dass ich mitbekommen hatte.

"Aber warum hast du mir nichts gesagt?", fragte Mary empört.

"Ich wollte es halt für mich behalten."

Dann war es ruhig.

"Willst du da also hingehen? Wirst du es tun, oder den Brief zerreißen?"

Ich dachte nach. Wirklich was falsches machen, konnte ich ja nicht, wenn ich hinging. Jedenfalls mit ihm reden konnte ich. In letzter Zeit mochte ich ihn ja auch schon mehr.

"Hingehen werde ich", sagte ich. "Aber weiter weiß ich auch nicht."

"Ach, Lily. Das war die richtige Entscheidung. Du wirst noch sehen. das wird dir helfen. Und wehe, wenn ihr nicht zusammen kommt."

Und sie umarmte mich stürmisch und verließ den Schlafsaal.

Ich seuftze. Hatte Mary recht? Langsam raffte ich meine Sachen zusammen und ging ins Badezimmer.

Den ganzen Samstag über konnte ich mich nicht konzentrieren. Ich hatte Angst vor der Begegnung mit James.

Jetzt, im nachhinein, wünschte ich mir, ich hätte Mary nicht gesagt, dass ich um 20:00 Uhr dahin ging. Überhaupt wünschte ich, ich müsste da nicht hingehen und hätte den Brief zerrissen. Aber Mary würde es merken, wenn ich nicht hinging und ich wollte auch nicht ihre Entäuschte Miene sehen.

Ich würde das schon schaffen, redete ich mir ein. Ihr werdet nur Reden, mehr nicht. Daran ist nichts kompliziert und du brauchst überhaupt keine Angst davor zu haben.

Auch Mary war nicht sehr Hilfreich. Mehrmals fragte sie, ob es mir gut ginge. Ich antwortete immer ja, auch wenn ich mir selber da nicht so sicher war.

Zum Frühstüch war ich nicht gewesen, weil ich mich nicht traute, James über den Weg zulaufen, und es war auch nicht auffällig, da ich noch nie an Wochenenden zum Frühstück war.

Ja, wäre ich jetzt gewesen, wäre es sogar höchst ungewöhnlich gewesen und ein paar Leuten wäre aufgefallen, dass etwas falsch war.

Zum Mittagessen zwang Mary mich dann zu gehen. Ich wünschte sie würde mich einfach im Gemeinschaftsraum lassen und dort vor mich hinbrüten.

Am Tisch in der großen Halle, spührte ich die ganze Zeit James' Blick im Nacken. Doch immer wenn ich hinschaute, guckte er wieder weg. Das war ungewöhnlich für ihn. Eigentlich versuchte er immer, den Blick aufrecht zuhalten.

"Er starrt dich unentwegt an", flüsterte Mary mir ins Ohr.

"Ich weiß. Hör' auf ihn anzustarren und tu so, als ob du es nicht merken würdest", zischte ich zurück.

"Jaja schon gut. Aber heute Abend gehst du da hin oder ich hals dir einen Fluch auf!", mahnte sie und sah mich streng an.

"Ja, ist gut", antwortete ich gedrückt. "Ich hab' keinen Hunger mehr."

Mary wollte schon protestieren, als ich bereits aufgestanden war und verschwand. Beim gehen sah ich noch kurz James an, der traurig aussah.

Wahrscheinlich dacht er, dass mein Verhalten bedeutete, dass ich gereitzt war und den Brief zerrissen hatte. Doch ich wollte ihn nicht so sehen. Ich wollte ihn glücklich lachen sehen. Ich erschrak über mich selbst. Was war nur los mit mir?



Es war zehn vor acht. Und Mary begang schon auf mich einzureden, dass ich das schaffen würde und keine Angst zu haben bräuchte.

"Mary, ich halt das nicht aus! Ich geh' da nicht hin." Ich war der Panik langsam sehr nah.

"Doch das wirst du! Ich bring dich hin und achte darauf, dass du es tust."

Ich gab mich geschlagen. Was konnte ich dagegen schon machen?

"Ok, ich geh dahin, aber nur unter einer Bedingung: Den ganzen Abend lässt du mich in Ruhe und lauschst nicht. Verstanden?"

"Ja, verstanden. Jetzt solltest du dich aber beeilen. Es ist schon fünf vor acht.

Viel Glück!"

Ich stand langsam auf und machte mich auf den Weg zum Protraitloch. Dort angekommen, sah ich mich noch einmal um. Mary nickte mir zu und setzte dann eine mahnende Miene auf. Sie war einfach nicht zu schlagen.

Die Korridore waren wie ausgestorben.

Als ich am Gemälde von Barnabas dem Bekloppten, der gerade versuchte Trollen das Balletttanzen beizubringen, angekommen war, war da tatsächlich eine Tür.

Ich hatte keine Ahnung, wie die da hinkommen konnte. Reglos stand ich vor der Tür.

Sollte ich reingehen? Sollte ich es wagen? Mochte ich James überhaupt genug um jetzt hier zustehen.

Ich ermahnte mich selber, dass ich es Mary versprochen hatte.

Es schlug Acht Uhr und ich betrat den Raum.

Ich befand mich in einem großem, hohem Raum. Er hatte fünf Ecken und ein Feuer prasselte in einem Kamin. Ein Sofa stand auf dem rotem, weichen Teppich.

Doch niemand war da. Hatte er mich in die Falle gelockt?

"Hallo?", fragte ich in die Stille hinein.

Da ertönte aus dem Schatten einer Ecke eine Stimme:

"Ich möchte auf jedenfall klarstellen, dass du freiwillig hier bist, dich also keiner dazu gezwungen hat und das du jederzeit weggehen kannst, falls du möchtest. Ist das Richtig?"

James war aus dem Schatten der Ecke getreten und stand nun etwas neun Meter von mir entfernt.

"Ja, das ist richtig." Antwortete ich.

James kam langsam auf mich zu. Man hörte nur das knacken des Holzes im Kamin.

"Was ist das hier für ein Raum?", fragte ich, um die Stille zu brechen.

"Das hier ist der Raum der Wünsche. Er wird auch der Da und Fort Raum genannt. Er war schon immer da, nur kaum jemand kennt ihn. Sirius und ich haben ihn mal in unserer zweiten Klasse gefunden, als Filch hinter uns her war."

Er lächelte als diese alte Geschichte ihm wieder in den Kopf kam.

"Jedenfalls ist das ein Raum, der sich in einen beliebegen Ort auf Wunsch hin ändert. Ich habe mir einen Raum gewünscht, in dem ich mit dir Reden kann und wir nicht gestört werden. Oder belauscht. Was ich mir bei Sirius, Remus und Peter gut vorstellen kann."

Während James redete, kam er immer näher auf mich zu. Inzwischen war er kaum noch drei Meter von mir entfernt. Doch irgendwie gefiel mir das. Es war ein gutes Gefühl, ihn in meiner Nähe zu spühren. Was war nur los mit mir?

Er kam noch einen Schritt näher.

"Also hast du den Brief erhalten?"

"Jaah ... und ... stimmt sein Inhalt?"

"Natürlich!", kam es fast schon empört von ihm.

Ein ungewohntes, wohliges Gefühl breitete sich in meinem Körper aus. Ich schaute schnell runter, damit er mein Lächeln nicht sah.

Als James wieder weiter redete, war er viel näher als ich erwartet hätte.

Noch ein Meter und ein halber trennten uns von einander.

"Hasst du mich?"

"Komischer Weise ...  nicht mehr!"

"Magst du mich vielleicht sogar?"

"Irgendwie ... ich weiß nicht ... langsam ... ach keine Ahnung!", kam es aus mir heraus.

Er war nur noch einen halben Meter von mir entfernt und ich atmete schneller und mein Herz kloppfte wie wild.

Ich lehnte mich an die Wand hintermir um nicht umzuknicken.

Doch als er noch einen Mini Schritt näher kam, wurde mir kurz schwarz vor Augen.

Hätte James mich nicht sofort aufgefangen, läge ich jetzt wahrscheinlich auf dem Boden.

"Lily?", fragte James und hievte mich wieder etwas hoch. Den Arm hatte er immer noch um mich.

Ich fühlte mich sehr wohl in seinen Armen und lehnte mich an ihn. Er schien überrascht. Ich war genauso überascht. Lehnte ich mich gerade freiwillig in den Arm von James Potter, der Person, die ich schon seit so vielen Jahren verabscheut hatte?

"James?", fragte ich.

"Wow, du hast meinen Vornamen gelernt. Erstaunlich. Aber ok, sprich weiter."

Mir war auch aufgefallen, dass ich gar nicht mehr Potter, sondern James dachte.

"Ich weiß die Antwort auf deine Frage eben."

"Und die wäre?"

"Ja, ich mag dich."

"Das erfreut mich zu hören. Sehr sogar. Ich dachte nie, ich hätte irgendeine Chance, bei dir gut anzukommen."

Ich lachte leicht und schmiegte mich noch mehr an James.

Er legte jetzt beide Arme um mich und drückte mich leicht an sich.

"Und wie konnte das passieren?"

"Ich habe keine Ahnung. Vielleicht liegt es daran, dass ich ... mich mit Severus verstritten habe."

Daraufhin sagte James nichts mehr.

Ich vergrub mein Gesicht in seiner Halsbeuge und atmete tief ein und aus. Er roch gut. Nach einem Shampoo und irgendein Geruch, der mich an Meer erinnerte.

Und Spuren von Stinkbomben, die er irgendwann mal gezündet hatte. Daraufhin musste ich lachen.

"Was ist", fragte James mich verwundert.

"Ach, es ist nichts. Mir ist nur gerade aufgefallen, dass du nach Stinkbomben riechst."

"Oh...ja, dass kann gut sein."

Er verstummte und nach ein paar Sekunden sagte er: "Und du duftest nach Blumen und Sonnenschein."

Ich hob nur skeptisch die Augenbraue, sagte aber nichts. Er konnte zwar mein Gesicht nicht sehen, aber er schien eraten zu können, welche Geste ich eben gemacht hatte.

"Nein, wirklich. Dein Geruch erinnert mich an Sonne. Du machst mich auch so glücklich, wie der Sonnenschein. Achwas, viel glücklicher."

Ich drückte ihn noch fester. Mein Gott, strahlte der eine Wärme aus. Es wunderte mich fast schon, dass er nicht selber schon verschwitzte. Doch so ein Wärme konnte auch sehr nützlich sein.

Auf einmal strich James seine Hand langsam über meinen Rücken und wieder hoch. Dann löste er mich von sich und sah mir in die Augen.

Ganz langsam näherte er sich und als sein Mund, nur noch ein paar Zentimeter von meinem entfernt waren, schloss ich die Augen. Mein ganzer Körper bebte und ich hatte ein ungewohntes Gefühl im Magen.

Ich hörte James noch flüstern: "Du bist mein Sonnenschein", als seine Lippen schon meine berührten. Es fühlte sich an, als ob tausende von Schmetterlingen in meinem Bauch wären und als ob ein ganzen Quidditch-Stadion zu applaudieren begann.

Zuerst stand ich nur da und ließ alle Gefühle im mir toben, doch dann erwiederte ich den Kuss.

Am Anfang war es noch ganz sanft, doch dann wurde es intensiver und James begann, mich gegen die Wand hinter mir zu drücken. Ich schlang meine Arme um seinen Hals und zog ihn noch näher an mich.

Langsam löste er sich von mir. Wir beide waren ziemlich außer Atem und holten erstmal frische Luft.

"Wow", sagte James und blickte mich an.

"Ja, dass war ein ... unbeschreibliches Gefühl".

James nickte und küsste mich noch einmal.

Wieder kam dieses Gefühl in meinem Bauch und strömte in meinen ganzen Körper rein.

Langsam ging er rückwärts auf das Sofa zu und zog mich mit sich.

Wir setzten uns, ohne uns zu lösen und saßen dann noch eine ganze Weile da, ineinander verknotet.

Seine eine Hand, lag auf meinem Rücken und die andere hatte sich in meinen Haaren vergraben.

Meine Arme lagen immer noch um seinen Hals.

Langsam aber sicher, löste ich mich von ihm und ließ ihn ganz los. Wir schauten uns an.

"Ein schöner Raum ist das hier", sagte ich. "Und praktisch. Ich hoffe nur er ist wirklich abhörsicher und verschlossen. Sonst könnte es sein, dass Mary einfach reinplatzt."

James lachte leise und sagte:"Keine Sorge. Erstens kann keiner von außen rein, und zweitens, hab ich Sirius gesagt, er soll Mary im Notfall aufhalten.

Allerdings könnte es aber auch sein, dass die beiden sich einen Plan ausgedacht haben und zusammen eindringen wollen. Bei Sirius ist nichts unmöglich."

"Kann ich mir vorstellen", murmelte ich und lehnte mich an ihn. Mein Kopf lag auf seiner Schulter und er legte seinen Kopf auf meinen.

Mit einer Hand strich er mir über den Rücken.

So saßen wir eine ganze Weile.

"Du kannst dir nicht vorstellen, wie glücklich ich bin," sagte James irgendwann.

"Doch, ich glaub', ich kann's verstehen. Ich fühl mich ja auch, ungewöhnt glücklich. Als ob ein Traum von mir wahrgeworden ist. So ein Gefühl hatte ich noch nie zuvor."

"Warst du denn noch nie verliebt?"

"Nein, alle waren einfach zu doof."

James lachte kurz auf: "Und ich war auch zu doof?"

"Anscheinend. Ich weiß auch nicht woran das lag."

"Vielleicht lag es daran, dass du die ganze Zeit nur mit Schniefelus zusammenhingst."

Ich zog scharf die Luft ein.

"Natürlich kann es deshalb gewesen sein... Eigentlich hat Sev mich ziemlich ausgenutzt. Wegen ihm, waren alle anderen Jungs dumm. Weil er sie für dumm hielt und ich nur darauf gehört habe, was er tut.

Ich glaube es war gut, dass wir uns verstritten haben."

"Freut mich, dass du es jetzt auch endlich so siehst. Der hat dich bestimmt nur manpuliert um dich nur für ihn ganz allein zu haben."

"Jaa, wahrscheinlich", sagte ich, aber ich war mir da doch nicht ganz so sicher.

Ich hatte schon ein bisschen Schuldgefühle, dass ich ihn nur noch ignorierte. Ich war immerhin Severus' einzige Freundin.

Wir saßen beide still nebeneinander und sagten nichts, bis James die Stille zerbrach:

"Weißt du worauf ich jetzt am meisten Lust hätte?"

"Nein?", sagte ich fragend und richtete mich auf, um ihn anzusehen.

"Auf ein richtig schönen Essen, nur für uns beide. Ich hoffe du hast nicht zuviel zum Abendessen gegessen!"

"Ich hab' keinen Bissen runterbekommen! Gerne, darauf hätte ich jetzt auch Lust! Wie willst du das schaffen?"

James lachte. "Das ist einfach. Warst du schon mal in der Küche?"

"Nein, natürlich nicht. Ich glaube, noch nie war da ein Schüler."

"Falsch gedacht! Ich, Tatze, Moony und Wurmschwanz waren schon oft dort. Die Hauselfen dort, würden uns bestimmt liebend gerne, ein Essen zubereiten."

"Das klingt toll", sagte ich. Das hätte ich mir nicht mal im schlimmsten Traum gedacht, das ich freiwillig ein Dinner for two mit James haben würde.

"Komm mit", sagte James und stand auf. Er zog mich auf die Beine und legte den Arm um meine Schultern. So zog er mich zur Tür. Kurz bevor er die Tür erreicht hatte, viel mir etwas auf.

"Äh ... James! Könnte es nicht sein, dass irgendjemand vor der Tür steht? Einer von deinen Freunen oder Mary? Ich wäre jetzt nicht sehr erpicht auf deren Gesellschaft."

"Oh, du hast recht. Ich könnte jetzt Tatze auch nicht aushalten. Aber zum Glück habe ich meinen Tarnumhang dabei."

Und er zog einen silbernen Umhang aus der Tasche. Von so einem Umhang hatte ich schon mal gehört. Sie waren SEHR selten und man konnte damit unsichtbar gemacht werden.

"Woher hast du den denn?", fragte ich und musterte staunend den Umhang.

"Das ist nur ein Erbstück. Seit Generationen wird er in unserer Familie weiter gegeben!"

"Jetzt kann ich auch verstehen, warum ihr nicht sooft Nachsitzen musstet, wie ihr eigentlich verdient hättet!"

James lächelte und warf den Tarnumhang über uns.

Sofort waren wir unsichtbar.

Wir gingen zur Tür und traten heraus. Vor der Tür stand niemand.


Leise und vorsichtig, darauf bedacht, nicht zu schnell zu laufen, da man sonst unsere Füße gesehen hätte, gingen wir den Gang entlang.

James führte mich nach ganz unten, bis wir im Keller waren. Schließlich standen wir vor einem Gemälde, auf dem eine Obstschale stand. Er kitzelte die Birne, die anfing zu kichern und sich zu einer Klincke umformte. Staunend beobachtete ich, wie James die Tür öffnete und wir vor einer riesigen Küche standen. Überall wuselten Hauselfen rum.

James zog mich rein und schloss die Tür hinter mir.

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Weiter habe ich noch nicht! Werde ich wieder genug geschrieben habe, werde ich es hier veröffentlichen!


LG,
Lily
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