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In good times as in bad

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In good times as in bad

Beitrag  Kate McLaman am Mi 12 Dez 2012, 19:29

Es geht um die Malfoys - nach Ende des Krieges. [Romanze] Lest selbst I love you

In good times as in bad

Der Himmel war vollständig bedeckt und seit Stunden schüttete es wie aus Eimern. Die Sonne trug einen aussichtslosen Kampf gegen die graue Wolkenschicht aus, welchen sie allerdings nur verlieren konnte.
Zwischen all dem salzigen Wasser türmte sich eine kleine Felsinsel auf. Ein krummer, dunkler Turm bildete das instabil wirkende Gebäude und verschmolz in all dem Grau beinahe mit seiner tristen Umgebung. Askaban schien den stürmischen Wellen zu trotzen, die bereits seit Jahrzehnten oder gar Jahrhunderten unaufhörlich gegen das düstere Gefängnis peitschten, als wollten sie diesen schrecklichen Ort mit sich in die Fluten zerren. In ihr feuchtes Grab.

Mitten in diesem unruhigen Gewässer schaukelte ein kleines Holzbötchen mit zwei Insassen gefährlich hin und her. Beide waren in schwarze Umhänge gehüllt, die Gischt schlug ihnen ins Gesicht. Der eisige Wind peitschte das hellblonde Haar der zweiten, zierlicheren Person unkontrolliert umher, welches einen seltsamen Kontrast zum restlichen Bild abgab.

Langsam aber sicher kämpfte sich das Boot in Richtung der gefährlichen Festung. Narzissas Blick war, wie immer, auf den magischen Turm gerichtet. Je näher sie ihm kamen, desto kälter und unbehaglicher wurde es. Sie hasste diesen Ort!
Sie hasste die Überfahrt mit dem Boot. Sie hasste die Wächter. Sie hasste die Besuchszeiten und vor allem hasste sie sich für die Angst, die sie jedes Mal überfiel und zum Zittern brachte, sobald sie dieses Gebäude betrat.

Eine knappe halbe Stunde später legten sie an einem modrigen Steg an.
Unsicher stieg sie aus dem schwankenden Boot und bat den Fährmann, hier auf sie zu warten.
Dieser schien nicht sonderlich begeistert, willigte nach einigem Zögern jedoch ein.
Die morschen Bretter knarrten unter ihren Stiefeln, als sie sich beeilte, den rutschigen Untergrund schnellst möglich zu verlassen.

Es waren bereits einige Monate seit dem Fall Voldemorts vergangen und somit hatte auch die Suche nach den übrigen Todessern begonnen, die die finale Schlacht auf Hogwarts überlebt hatten. Ebenso wie die Prozesse bezüglich ihrer Strafen.
Lucius, Narzissa und Draco hatten sich freiwillig gestellt, um so dem Schlimmsten zu entgehen. Das, und vor allem die Tatsache, dass sie nicht direkt am finalen Kampf beteiligt waren, hatte sie in der Gunst der Richter etwas aufsteigen lassen. Alle drei waren gegen Ende keine überzeugten Anhänger des Dunklen Lords mehr gewesen und viel wichtiger noch, sie bereuten zutiefst sich ihm angeschlossen zu haben. Veritaserum machte diese Aussage schließlich unumstößlich.

Draco und Narzissa wurden freigesprochen, da sie kaum eine andere Wahl hatten, als sich dem Dunklen Lord zu unterwerfen. Hätten sie dies nicht getan, wären Lucius' Überlebenschancen in diesem Reihen gleich Null gewesen.
Er allerdings wurde zu einer fünf jährigen Haftstrafe in Askaban verurteilt.

Für Narzissa war das ein Schlag ins Gesicht gewesen. Sicher, sie hatten genug Ersparnisse, um auch eine Zeit lang, wenn auch eine sehr lange Zeit, ohne direktes Einkommen auszukommen.
Allesdings war es immer Lucius und nicht ihr Geld oder Ansehen gewesen, der ihr die nötige Stärke verliehen hatte, das alles durchzustehen. Sie liebte ihren Mann von ganzen Herzen und wusste, dass diese Liebe auf Gegenseitigkeit beruhte. Immer hatten sie sich so gut es ging gestützt und geholfen. Ein Leben ohne ihn konnte sie sich einfach nicht vorstellen. Diese fünf Jahre schienen ihr unendlich lang und einfach nicht lebenswert.
Alles, was ihr geblieben war, war ihr Sohn. Draco.
Ihn hatte der Krieg stark mitgenommen und vor allem sein Selbstbewusstsein litt darunter. Offensichtlich hatte ihm die Tatsache, dass Geld und Macht nicht immer alles glatt bügeln konnten, schwer zugesetzt.
Aber er würde klar kommen. Zusammen würden sie auch dieses Hindernis überwinden.

Denn einen Lichtblick hatte sie. Und dieser hieß mal wieder Lucius.
Merlin sei Dank wurde ihr erlaubt, ihn einmal wöchentlich zu besuchen. In Askaban war das keinesfalls die Regel. Abschottung von der Außenwelt, das war Vorschrift Nummer eins. Eine nicht unerhebliche Summe Galeonen allerdings, hatte letztendlich für einen kleinen Meinungsumschwung gesorgt.
Und so machte sie sich jeden Sonntag auf den Weg zu ihrem Mann.
Hier war sie nun. Sonntagsnachmittag, pünktlich um 3Uhr. Wie immer.


Viele Stockwerke höher, in einer feuchten Zelle, saß unterdessen Lucius Malfoy.
Man hatte ihm die Haare kurz geschnitten,ihn gezwungen die dreckige Kleidung für Häftlinge anzuziehen und alles, was er nun seinen Besitz nennen konnte, waren eine muffige Pritsche, ein alter Holzstuhl und ein klappriger Tisch.
Er hatte das Glück, eine der Zellen mit Fenster erwischt zu haben, was wahrscheinlich Narzissas Verdienst war. Ob es nun Glück oder Pech war, konnte er nicht beurteilen. Auf der einen Seite hatte er dieses Fenster als einzige Beschäftigung. Zum Hinausblicken.
Andererseits nahm ihm dieses Fenster jedoch jegliche Hoffnung auf Freiheit.
Alles, was er sah, war grau. Egal wo er auch hinblickte. Es war kalt und grau.
Der Himmer war immer dunkel, man konnte die Nacht nicht vom Tage unterscheiden. Die Sonne schien hier nie. Dem entsprechend war auch das Meer grau. Wellen, die sich in unendlicher Gleichgültigkeit immer wieder an den farblosen Felsen brachen. Selbst seine Zelle war grau. Die Wände, seine Pritsche, die Tür, die Gitterstäbe des Fensters. Tisch und Stuhl schienen ebenfalls jegliche Farbe im Laufe der Zeit verloren zu haben.
Alles zusammen, Zelle inklusive Inhaber boten ein jämmerliches und bemitleidenswertes Bild.

Dort stand er also, am Fenster. Wie er es immer tat.
Hin und wieder viel ein Regentropfen zwischen den Gitterstäben vorbei und landete auf seinem Gesicht. Ein Lebenszeichen, wenn auch ein winziges. Er hatte aufgehört sie zu zählen. Es war ja auch egal. Alles war hier egal.
Zu Anfang hatte er die Tage, Wochen und Monaten zählen wollen, die er hier bereits festsaß. Aber auch das war unmöglich. Wie sollte man auch den Überblick bewahren, wenn man nicht wusste, ob es gerade Tag oder Nacht war. Ob man hier eine Woche, oder schon einen ganzen Monat gefangen war?
Die Ungewisstheit war schlimm, aber die Dementoren waren schlimmer!

Wenn sie kamen, rief er sich immer wieder das Bild seiner wunderschönen Geliebten in den Kopf. Seiner Narzissa.
Ihr Lächeln, das sie ihm schenkte. Ihr Duft, den sie hinterließ und ihre regelmäßigen Besuche ließen ihn durchhalten. Nichts auf dieser Welt konnte seine Liebe zu ihr bezwingen, dessen war er sich gewiss. Und daran hielt er fest. Wenn sie bei ihm war, konnte ihm selbst Askaban nichts mehr anhaben. Allerdings durfte sich kein Besucher länger als eine Stunde hier aufhalten. Niemals.

Aber das reichte schon. Wenn die Dementoren kamen dachte er an sie. Nur an sie. Und das gab ihm die nötige Kraft. Er flüchtete sich in die Vergangenheit, vor Voldemort, als alles noch so unendlich perfekt schien. Zwei Liebende, die sich gefunden hatten. Geld, Ansehen und niemals mehr alleine. Alles, was das Herz begehrte.

Doch nur zu schnell wurde ihm wieder ins Bewusstsein gerufen, dass es für sehr lange Zeit nicht mehr so sein würde. Wenn überhaupt jemals wieder.
Hier stand er, alleine in Askaban. In einer schäbigen Zelle, ohne seine Frau und ohne seinen Sohn. Wie es ihnen wohl gerade ging? Dachten sie an ihn?
Eine stumme Träne bahnte sich einen Weg zu seinem spitzen Kinn, als plötzlich die Tür aufgeschlossen wurde.

Mit einem Ruck drehte er sich herum und stand Narzissa direkt gegenüber.
Für einen Moment starrten sie sich einfach nur an, bis ihre Augen sich mit Tränen füllten und sie auf ihn zugelaufen kam. Schluchzend warf sie sich in seine Arme und drückte ihr schönes Gesicht in seine Halsbeuge.
Fest schloss er sie in seine Arme, nicht bereit sie loszulassen, komme was wolle.
Gierig drückte er seine Nase in ihr weiches Haar und atmete tief ein. Wie er diesen Duft vermisst hatte. Bei Merlin, wie er sie vermisst hatte!
'Du bist hier', war alles, was über seine Lippen kam.
'Selbstverständlich', flüsterte sie gegen seine Brust.
Ohne sie loszulassen zog er sich ein Stück zurück, bis er ihr direkt in die Augen sehen konnte. Das einzige Grau auf dieser Welt, von dem er nicht genug bekommen konnte.
Langsam hob er seine Hand und wischte ihr zärtlich die Tränen aus dem Gesicht. Vorsichtig näherte er sich ihren Lippen und verschloss diese nach einer kleinen Ewigkeit mit den seinen. Wie Ertrinkende hielten sie sich aneinander fest, in der Hoffnung so nicht unter zu gehen. In diesem Kuss steckte so viel Verzweiflung und all die Liebe, die er ihr gegenüber aufbringen konnte. Es fühlte sich so wahnsinnig gut an, sie in seinen Armen zu halten. In Sicherheit zu wissen.

Als sie sich schwer atmend von einander lösten, die Hand des anderen allerdings noch immer mit der eigenen verschlungen, lag ein Lächeln auf ihren Lippen. Sie lächelten beide. In einer schier ausweglosen Situation waren es diese Momente, die ihnen Halt gaben. Kraft, um nicht aufzugeben, nicht zu verzweifeln und Hoffnung zu bewahren.

Lucius zog sie auf die Pritsche und war nur allzu gerne bereit, seinen wenigen Besitz mit ihr zu teilen. Bereitwillig ließ sie sich von ihm in die Arme schließen und fing an zu berichten, was draußen in der Zwischenzeit vor sich ging. Von Dracos Fortschritten bis hin zu den neuen Prozessen geschnappter Todesser. Fast alle saßen hier fest.
Gespannt hing er an ihren Lippen und sog jedes ihrer Worte in sich auf. Die Prozesse interessierten ihn zwar verhältnismäßig wenig, aber es tat so gut ihre Stimme zu hören. Sie sich einzuprägen, für spätere Stunden. Für die Dementoren.

Und so verbrachten sie diese so kurze Zeit. Arm in Arm, bauten sich gegenseitig auf, machten sich Mut und hofften auf eine gemeinsame Zukunft. Undendlich dankbar, sich auf den jeweils anderen verlassen zu können und sich seiner Liebe gewiss zu sein.

Pünktlich, nach Ablauf dieser für beide so wertvollen 60 Minuten wurde die schwere Tür lautstark aufgerissen und Narzissa aufgefordert, die Zelle umgehend zu verlassen.
Ein trauriges Lächeln trat auf ihre Züge, aber in ihren Augen konnte er ein Versprechen sehen. Das gleiche, das er jedesmal in ihnen sah. Sie würde wiederkommen. Dessen war er sich gewiss. Fünf Jahre lang, immer wieder.
Ein letzter Kuss, ein letztes gehauchtes 'Ich liebe dich' und sie war wieder verschwunden.

Die Tür wurde geschlossen und augenblicklich machte sich eine furchtbare Kälte in ihm breit. Aber die Erinnerung konnte ihm jeder Zeit ein Lächeln auf die Lippen zaubern, ganz ohne Magie. Die Dementoren konnten ihm nichts anhaben. So lange sie kam, würde auch er durchhalten. Wenn es sein musste, auch fünf Jahre lang. Mit diesem Gedanken und erfüllt von unendlich scheinender Liebe zu ihr begab er sich wieder zu seinem Platz am Fenster.

Und dieses Mal war nicht alles grau.
Weit unten konnte er ein kleines Boot auf dem Wasser ausmachen. Lange blonde Haare wehten im Wind. Diese Haare, deren Duft er vor weniger als einer Stunde noch eingeatmet hatte, ihn jetzt noch roch. Lächeld betrachtete er, wie das kleine Boot mitsamt seiner Frau am Horizont verschwand. Mit der Gewissheit, dass sie zurückkehren würde.
Immer und immer wieder.
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